Donnerstag, 28. Juli 2016

Sahra Wagenknecht et al.*

Das ist irgendwie schon seeehr merkwürdig: Sahra Wagenknecht (Die Linke) sagt so viele kluge Dinge, hält ihren Finger unerschrocken in Wunden und streitet wider "TINA" und "Alternativlos" etc.. Nur beim Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wird sie eigentümlich einsilbig und schmallippig, ja geradezu bockig. ...
Meint sie allen Ernstes, nur Erwerbsarbeit sei Arbeit? Und das Hamsterrad für alle - abhängige Beschäftigungsverhältnisse -, sei die einzige erstrebenswerte Existenzform des Menschen? Ist für sie der bezahlte Knecht, die Dirne, die sich für ein Einkommen prostituiert / prostituieren muß, der einzig legitime Zweck des  (menschlichen) Lebens? Kennt sie das Konzept der Muße nicht, nicht freies Geschenk, Liebe und Unentgeltlichkeit? ...

[→] (neu) Video: Sahra Wagenknecht im Gespräch mit Albrecht Müller
Schwerpunkt dieses Gesprächs ist die Suche nach einer gesellschaftspolitischen Alternative zum neoliberalen Modell. Es ist der Versuch, Thatchers TINA – there is no alternative – zu widerlegen. – Das Gespräch wurde am 22. Juli, also vor dem Sommerinterview des ZDF und vor den Äußerungen von Sahra Wagenknecht zur Flüchtlingsfrage aufgenommen. Es ist dennoch sehr aktuell. Es zeigt recht gut die Qualitäten und Einsichten der Person, die man in der aktuellen Debatte gerade zu demontieren versucht. ...
Albrecht Müller, nachdenkseiten.de, 28.07.2016

[→] Ober-Linke Sahra Wagenknecht in Zürich : «Bedingungsloses Grundeinkommen nicht die Lösung»
Sie zitiert nicht Marx, nicht Lenin, sondern Joseph Schumpeter, der statt managen mehr Unternehmertum forderte.
"Bedingungsloses Grundeinkommen für alle? «Das ist nicht die Lösung. Ziel muss sein, dass jeder Mensch sich so qualifiziert, dass er mit eigener Arbeit sein Einkommen sichern kann. Es gibt ein Recht auf Arbeit.» Als gelte es, ein orientierungslos gewordenes Kind in den Schoss der Familie zurückzuführen. Mit so etwas hat Wagenknecht als Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke und Oppositionsführerin im Deutschen Bundestag Erfahrung. ..."
René Lüchinger, blick.ch, 24.05.2016

[→] Unterwegs mit Sahra Wagenknecht : Freiheit statt Feudalismus
Sie argumentiert scharf, attackiert Angela Merkel bei jeder Gelegenheit und beschwört den Liberalismus. Was will Sahra Wagenknecht? Eine Schnellunterhaltung mit der Linksaussenpolitikerin im Taxi.
René Scheu, nzz.ch, 18.5.2016


*) Christoph Butterwegge, Heiner Flassbeck, Oskar Lafontaine, ...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

[l] Wer mal eine Stunde Zeit zum Lesen und einen Tag Zeit zum drüber Nachdenken hat, dem kann ich dieses Essay empfehlen. Es trägt den Titel "Unnecessariat", in Anlehnung an "Präkariat". Es geht grob um die Leute, die in Bullshit Jobs ihr Leben fristen. ...
 

"Generation Y" hat gesagt…

Ihr macht uns arm!
Dass die Rentner mehr Geld bekommen, freut unseren Autor Alard von Kittlitz. Noch mehr würde er sich freuen, wenn es nicht sein Geld wäre. ...
Ein Kommentar von Alard von Kittlitz, zeit.de, 26. Mai 2016
 

"Hinweis" hat gesagt…

Manifesta in Zürich : Huren mit goldenen Uhren
Die europäische Wanderbiennale Manifesta sucht in Zürich die Konfrontation mit der Komfortzone der Gesellschaft. ...
Nicola Kuhn, tagesspiegel.de, 12.06.2016
 

Anonym hat gesagt…

dm-Gründer fordert 1.000 Euro monatlich für jeden — seine Begründung ist verdammt gut ...
Felix Mescoli, businessinsider.de, 10.06.2016
 

"Generation Z" hat gesagt…

Uns eint die Panik
Die Schule hat uns nicht auf den digitalen Wandel vorbereitet: Abiturienten werden überall mit Unsicherheit konfrontiert. Und reagieren darauf mit zwei Strategien. ...
Ein Gastbeitrag von Johann Stephanowitz, zeit.de, 13. Juli 2016
 

Anonym hat gesagt…

Im Interview: Sahra Wagenknecht
"Roboter und KI könnten uns von Mühsal und Stress befreien"
Sahra Wagenknecht, die gemeinsam mit Dietmar Bartsch den Fraktionsvorsitz der Partei DIE LINKE bildet, hat auf unsere Fragen zur Digitalisierung, Automatisierung und Roboterisierung der Gesellschaft Antworten gegeben, die überraschen. Wirklich bedrohlich scheint sie die technischen Umwälzungen übrigens nicht zu finden. ...
computerwoche.de, 20.09.2016
 

Anonym hat gesagt…

José „Pepe“ Mujica ruft die Öffentlichkeit zum Rauswurf der Reichen aus der Politik auf – World’s Poorest President Urges Public To Kick The Wealthy Out Of Politics
José „Pepe“ Mujica, als früherer Präsident von Uruguay bekannt als der „ärmste Präsident der Welt“, hat die weltweite Öffentlichkeit dazu aufgerufen, reiche Leute aus der Politik rauszuwerfen. ...
netzfrauen.org, 8. April 2016