Montag, 14. Dezember 2015

"Clash of Civilizations"

Ein knappes Jahr nach dem Ende der nachfolgenden Vorlesungsreihe im Rahmen des Studium Generale an der Uni Tübingen ist die Kenntnis von dieser (u.a. auch aufgrund einer unter Professoren in Tübingen ausgebrochenen Kontroverse wegen zwei der eingeladenen Referenten) auch zu mir nach Mainz vorgedrungen. :-)
Da ich die Vorlesungsreihe, unter dem Aspekt einer auf breitem Fundament ruhenden Meinungsbildung, für relevant halte und zudem fast alle Vorträge aufgezeichnet wurden und auf YouTube verfügbar sind, habe ich die im Internet gefundenen Informationen hier zusammengetragen und etwas aufbereitet.

--------------------------------------------

»Die Vorlesungsreihe „Clash of Civilizations“: Feindbilder in interreligiösen Beziehungen und internationaler Geopolitik (Montag, 20 Uhr, HS 25) thematisiert die leider sehr aktuellen Spannungen zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen oder vielmehr wie diese eingesetzt werden, um Machtinteressen zu bedienen. Professor Rainer Rothfuß und Yakubu Joseph vom Geographischen Institut haben hierzu Wissenschaftler wie auch internationale Akteure eingeladen, darunter eine Menschenrechtlerin, die Botschafter von Russland und Ecuador sowie Ehrensenator Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate. Es ist unbestritten, dass es sich beim „Clash of Civilizations“ um ein gefährliches und wirkmächtiges Konstrukt handelt. Dies gilt insbesondere dann, wenn es von politisch-militärischen oder zivilgesellschaftlich-religiösen Akteuren zur Verfolgung eigener politischer Interessen und zur Rechtfertigung gewaltsamen Handelns innerhalb von und zwischen verschiedenen Staaten instrumentalisiert wird. Die Studienreihe „Global Restrictions on Religion“ (Pew Research Center 2009-2014) belegt ein seit 2007 stark ausgeprägtes Ansteigen der religionsbezogenen Intoleranz und Minderheitendiskriminierung auf staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Seite in weiten Teilen der Welt. Wie lassen sich ein solcher Trend sowie zunehmende politische Spannungen zwischen unterschiedlichen „Kulturräumen“ in einer sich globalisierenden Welt erklären? Wie können Gesellschaften, Regierungen und Staatengemeinschaften auf diese Herausforderungen angemessen reagieren und einen auf Toleranz basierenden Gemeinsinn innergesellschaftlich wie international tragfähig machen?«

Die Vorlesungsreihe im Überblick:

[→] 13.10.2014 Prof. Dr. Rainer Rothfuß, Geograph, Universität Tübingen: „Kampf der Religionen“? Weltweit wachsende Intoleranz und Einschränkung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit

[→] 20.10.2014 Prof. Dr. Andreas Hasenclever, Politologe, Universität Tübingen: Die Götter bleiben im Himmel – Zur Rolle von Religion in bewaffneten Konflikten

[→] 27.10.2014 Dr. Johannes Frühbauer, Theologe, Stiftung Weltethos, Tübingen: Konvergenz statt Clash! Die Perspektive des Weltethos

[→] 03.11.2014 Yakubu Joseph, M.Sc., M.A., Soziologe und Geograph, Universität Tübingen: Sectarian Violence in Nigeria: The Challenge of Mitigating a Conflict with Long Historical, Socio-Economic and Religious Roots (Vortrag auf Englisch)

[→] 10.11.2014 Prof. Dr. Egon Flaig, Historiker, Universität Rostock: Der Kampf um die Abschaffung der Sklaverei – ein kardinaler Konflikt zwischen Kulturen

[→] 17.11.2014 S.E. Jorge Enrique Jurado Mosquera, Botschafter der Republik Ecuador: Der lange Kampf um die Souveränität. Die ungerechte Entwicklung zwischen Nord und Süd auf dem amerikanischen Kontinent am Beispiel Ecuadors

[→] 24.11.2014 S.E. Prof. Dr. Paul Reuber, Geograph, Universität Münster: Der „Clash of Civilizations“ als geopolitisches Leitbild? Zur Konstruktion des feindlichen „Anderen“ in westlicher Politik und Medien

[→] 01.12.2014 Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher, Religionssoziologe, Präsident des International Council, International Society for Human Rights, Genf: Bedrohtes Menschenrecht Religionsfreiheit in weltweiter Perspektive: Die Hauptfaktoren für die global zunehmende Verletzung der Religionsfreiheit

[→] 8.12.2014 S.E. Wladimir Michailowitsch Grinin, Botschafter der Russischen Föderation: Wege in eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Ost und West: Die Perspektive Russlands

[→] 15.12.2014 Dr. Daniele Ganser, Historiker, Swiss Institute for Peace and Energy Research, Basel: Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der „Clash of Civilizations“: Warum die Friedensforschung medial vermittelte Feindbilder hinterfragen muss

[→] 12.01.2015 Prof. Dr. Erdal Toprakyaran, Islamwissenschaftler, Universität Tübingen: Christlich-Islamische Beziehungen: Perspektiven für die Verständigung in Europa und in ausgewählten Konfliktregionen weltweit

[→] 19.01.2015 Rania Yusuf, Menschenrechtlerin: Mein persönlicher „Clash of Civilizations“: Junge Migrantinnen in Europa im gewaltsamen Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen

[→] 26.01.2015 Dr. Daniel Ottenberg, Jurist, Open Doors, Deutschland: Der Weltverfolgungsindex: Methodologie des globalen Rankings der 50 Staaten mit der intensivsten Christenverfolgung und Ausblick auf die Situation 2015

[→] 02.02.2015 S.K.H. Ehrensenator Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Historiker, Pactum Africanum: Weltethos aus der Graswurzelperspektive? Versöhnung von christlichen, muslimischen und jüdischen Religionsgemeinschaften in Afrika

[→] 9.02.2015 Prof. Dr. Reece Jones, Geograph, University of Hawai’i at Manoa: Border Walls: Security and the „War on Terror” in the United States, India, and Israel (Vortrag auf Englisch)

Samstag, 31. Oktober 2015

DoItYourself-Tage im Haus Mainusch

Vom 4. bis 8. November 2015 findet im Haus Mainusch auf dem Uni-Gelände in Mainz eine DoItYourself-Woche statt. Alle interessierten Menschen sind eingeladen, vorbeizukommen und mitzumachen ...

Angeboten werden Workshops zu:  Aktionsklettern  ★  Datensicherheit  ★  Erste Hilfe  ★  Fahrradreparatur  ★  Siebdruck / Textilgestaltung  ★  Veganes Kochen und Backen  ★ ...

Infos unter: do-it-yourself-mainz.jimdo.com und facebook.com/DIYMainz


Dienstag, 1. September 2015

Brasilianisierung (update)

Gestern Brasilien, heute die Tigerstaaten und morgen die ganze Welt?

Indien: 68 Millionen leben in Slums.
Sind Privatisierungswellen und die Politik der Großkonzerne verantwortlich?
telepolis.de, 23.03.2013




[→] (neu) Amazonien und die Brandstifter – Soja-Barone und Killer, Landräuber und Rinderfarmer. Was nun, Europäische Union?
Frederico Füllgraf, nachdenkseiten.de, 31. August 2019

[→] 04.08.2019 | http://blauerbote.com/2019/08/04/brasilien-update-rechtsaussen-kurs

[→] 04.08.2019 | https://www.heise.de/tp/features/Bolsonaro-Entlarvende-Enthuellungen-und-Drohungen-gegen-Greenwald-4487961.html?seite=all

[→] Klassismus auf brasilianisch : Rio de Janeiro – Die zweigeteilte Stadt
Ricardo Tristano, neue-debatte.com, 20.06.2019

[→] Mordfall Lübcke – NSU 2.0?
Nachdem Behörden und Medien die anfänglichen Hinweise auf ein rechtsextremes Tatmotiv beim Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke heruntergeredet und den Täter im „privaten Umfeldvermutet haben, folgte nun der Paukenschlag: Der Haupt-Tatverdächtige stammt nicht „nur“ aus dem rechtsextremen Umfeld, sondern steht offenbar auch in Verbindung zu einschlägigen rechtsterroristischen Gruppierungen und es gibt sogar Anknüpfungspunkte zur NSU-Mordserie. Dies stellt auch die Staatsorgane vor eine besondere Herausforderung, da der Staat selbst über Behörden und Dienste tief in die Strukturen dieser Organisationen eingebunden ist. ...
Wolf Wetzel, nachdenkseiten.de, 19. Juni 2019

[→] UN-Experte kritisiert zunehmend aggressive US-Sanktionen
Ein hochrangiger UN-Experte hat die zunehmend aggressive Sanktionspolitik der USA gegen unliebsame Regierungen scharf kritisiert. Wirtschaftspolitische Strafmaßnahmen zur Erzwingung politischer Ziele im Fall von Iran, Kuba und Venezuela stünden im Widerspruch zu Menschenrechten und Normen der internationalen diplomatischen Beziehungen, sagte Idriss Jazairy, UN-Sonderberichterstatter für negativen Auswirkungen von Sanktionen. Entsprechende Maßnahmen können humanitäre Katastrophen provozieren, so der Algerier. ...Harald Neuber, heise.de, 08. Mai 2019

[→] Menschenrechts-Heiko auf großer Tournee
Der deutsche Außenminister gebärdet sich als Muster-Apologet des US-amerikanischen Imperiums.
Immer dann, wenn es peinlich wird, ist der Menschenrechts-Heiko, der den deutschen Außenminister mimt, ganz vorn. Er versucht, mit dem weiblichen Symbol auf dem Unterarm im gegenderten Deutschland Quote zu machen. Viele erleben ihn Tag für Tag in den Medien als Vorsteher des deutschen Außenamtes. Weniger bekannt ist, dass er sein Amt dem State Department der exzeptionellen Weltmacht USA verdankt. Damit ähnelt seine Karriere der der Rautenkönigin. Ihre Stasi-Akten fanden sich schließlich im CIA-Hauptquartier. Und so ist es kein Zufall, dass sie zur US-Prokonsulin auf deutschem Boden gekrönt wurde. Seitdem ruiniert sie das Land intellektuell und flächendeckend als Auftragnehmerin der einzigen Weltmacht und der Finanzkonzerne. ...
Ullrich Mies, rubikon.news, 08. Mai 2019

[→] Venezuela : Die Missachtung internationalen Rechts durch die USA erschwert eine LösungDie Krise in Venezuela dauert an. Oppositionsführer Guaidó gerät zunehmend unter Druck. Auf internationaler Ebene wird eine Verhandlungslösung dadurch erschwert, dass die USA ihre Interessen ohne Rücksicht auf das internationale Recht durchsetzen wollen. ..
deutsch.rt.com, 8.05.2019

[→] USA über alles
Europa folgt dem globalen Hegemon auf seinem Weg zur Weltherrschaft — und in den Untergang.
Politik und Wirtschaft haben mehr mit organisiertem Verbrechen zu tun, als den meisten Menschen klar zu sein scheint. Das wird dann deutlich, wenn man hinter den Theatervorhang der westlichen Fassadendemokratien schaut. Stets macht die westliche Führungsmacht USA vor, wie es geht, alle „westlichen Werte“ auf dem Weg zur Weltherrschaft in den Staub zu treten. Die servilen Prokonsuln in den Spitzenetagen der EU-Vasallenstaaten folgen dabei ihrer Kolonialmacht in den Untergang der Zivilisation. ...
Ullrich Mies, rubikon.news, 02. Mai 2019

[→] Kollektive Hysterie, kollektive Trance, kollektive Lügen
Der Spätkapitalismus im Hightech-Zeitalter wankt. Das beklagen selbst immer mehr Superreiche. In der Washington Post philosophierten kürzlich Milliardäre aus dem Silicon Valley darüber, wie man mit denen verfahren könne, die der allseits geheiligte, für die Profitmaschine unabdingbare Arbeitsmarkt ausgespuckt hat. Es werden mehr. In den Ex-Kolonien ist es längst dramatisch. Kapitalismus produziert Arme genauso wie Superreiche. Er zwingt immer größere Massen zur Migration. Doch soweit denkt das Gros der deutschen Untertanen nicht. Ungeachtet der globalen Verhältnisse verteidigen sie verbissen ihr Privileg, ihren Herren in einem der wirtschaftlich stärksten Imperien dienen zu dürfen. Und ihre Aufseher spornen sie an. ...
Susan Bonath, kenfm.de, 27.4.2019

[→] Mindestlohn schützt vor Ausbeutung nicht - Top-Firmen und die Null-Lohn-StrategienDer gesetzliche Mindestlohn ist hierzulande laut Gewerkschaften weiterhin zu gering zum Leben. Doch eine Reihe mitunter prominenter Arbeitgeber umgehen selbst den Mindestlohn und sparen Lohnkosten und Sozialleistungen teils gänzlich. ...
deutsch.rt.com, 22.04.2019

[→] Der Macht-Wahn
Wie in Syrien geht es auch in Venezuela nicht nur um Öl, sondern um die Sucht, andere zu beherrschen.
Nicht das Erdöl, sondern die Besessenheit des Westens, andere zu beherrschen, ist laut Andre Vltchek der eigentliche Grund für die Gewalt und den Terror, den der Westen über die ganze Welt bringt. Diese Besessenheit findet in den neokolonialen Kriegen ebenso ihren Ausdruck wie in den Regime-Change-Bestrebungen in Venezuela und Syrien. Und wer sich wie Venezuela und Syrien gegen die Vereinnahmung durch den Westen wehrt, kämpft gleichzeitig für die ganze unterdrückte Welt. ...
Andre Vltchek, rubikon.news, 17. April 2019

[→] George Monbiot : Entfremdung, Umweltkollaps und die Suche nach einem neuen Narrativ (Video)
Fabian Scheidler im Gespräch mit George Monbiot, Kolumnist beim Guardian und Buchautor (United People: Manifest für eine neue Weltordnung, Hitze, Out of the Wreckage. A New Politics for an Age of Crisis).
Jahrzehnte neoliberaler Politik und Ideologie haben weltweit den Zusammenhalt von Gesellschaften ausgehöhlt und die Grundlagen für den Aufstieg rechter Demagogen und Faschisten geschaffen, so George Monbiot. Aus Wut und Mangel an politischen Alternativen hätten die Briten mit dem EU-Referendum dem Establishment einen Denkzettel verpassen wollen. Doch die Konsequenzen könnten für die Mehrheit der Bevölkerung verheerend sein. Die Milliardärsklasse einschließlich der Medienoligarchen wolle mit einem harten Brexit ein regulatorisches Vakuum schaffen, um Großbritannien näher an die deregulierte US-Wirtschaft zu rücken. ...
Zain Raza, actvism.org, 3. April 2019

[→] Die heimlichen Herrscher
Die Eliten provozieren Krisen und Kriege, denn sie profitieren davon. Exklusivabdruck aus „Der Tiefe Staat schlägt zu“.
Viele Menschen geben sich nicht mehr damit zufrieden, wie grotesk oder sogar perfide Regierungen und Bewusstseinsindustrie die Wirklichkeit interpretieren. Sie merken, dass sie nach Strich und Faden belogen und betrogen werden. Sie suchen nach Erklärungen dafür, warum es immer mehr Menschen in den Gesellschaften der „westlichen Werteordnung“ immer schlechter geht. Die Autoren des im August 2017 erschienenen Buches „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ analysierten, dass die westlichen Kapital-Demokratien im Zeitalter des finanzmarktgetriebenen Turbokapitalismus nichts anderes sind als Oligarchenveranstaltungen, die von Herrschaftscliquen nach 1990 zu Fassadendemokratien heruntergewirtschaftet wurden. Die wesentlichen Entscheidungen — so die Autoren — gehen vom sogenannten Tiefen Staat aus, also von unsichtbaren, nicht gewählten Macht-Eliten“. Im neuen Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu“ setzen 16 Autoren diese Analysen mit Blickrichtung auf die internationale Politik fort. Es wird dargelegt, wie die herrschenden westlichen „Eliten“ in einem etwa 25 Jahre andauernden Prozess die internationale Ordnung planvoll erodierten und auf neue Kriege vorbereiteten. ...
Ullrich Mies, rubikon.news, 07. März 2019


[→] George Soros und der IWF: Ziemlich beste Freunde
Schulden als Massenvernichtungswaffe, die Popper-Mont-Pèlerin-Connection und "Verschwörungstheorie" nach Popper: Soros-Leaks Teil 3
Der IWF ist das finanzpolitische Schlachtschiff des Neoliberalismus. Seine Freunde erklären eine fiskalische Umverteilung von Einkommen von den Reichen zu den Armen zur überkommenen Politik; sozialistische Länder lobt der IWF ungern, auch wenn sie ökonomisch exzellente Entwicklungen vorweisen können, wie das Bolivien des Evo Morales. ...
Thomas Barth, telepolis.de, 02. November 2016

[→] Parlamentsputsch in Brasilien ist nun offiziell
Gewählte Präsidentin Dilma Rousseff ist abgesetzt. Ex-Vizepräsident führt Amt fort, zahlreiche Gegner der Politikerin sind mutmaßlich korrupt
In Brasilien hat eine Allianz aus zentristischen und rechten Parteien die gewählte Präsidentin Dilma Rousseff im Zuge eines in dem südamerikanischen Land und international umstrittenen Verfahren des Amtes enthoben....
Harald Neuber, telepolis.de, 01.09.2016 

[→] Die Staatsverbrecher
Die Bundesregierung will Autobahnen und andere Infrastruktur an private Investoren verscherbeln
Mit an verbohrter Sturheit grenzender Hartnäckigkeit halten alle Bundesregierungen von Gerhard Schröder bis Angela Merkel an ihrem Ziel fest, große Teile der deutschen Infrastruktur, vor allem aber die Autobahnen, zu privatisieren. Dass selbst der Bundesrechnungshof und alle Landesrechnungshöfe dagegen Sturm laufen, ist ihnen völlig egal. ...
Wolfgang J. Koschnick, telepolis.de,  09.07.2016

[→] Brasiliens Pakt der Korrupten
Nach zwölf Tagen ist der erste Minister der brasilianischen Interimsregierung gefallen. Ein abgehörtes Gespräch bringt nicht nur ihn in Erklärungsnot. ...
Tjerk Brühwiller, São Paulo, nzz.ch, 24.5.2016

[→] In Brasilien herrschen jetzt Alte, Reiche, Weiße und Rechte
Nach dem institutionellen Putsch in Brasilien zögern die neuen Machthaber nicht, das politische Ruder brutal herumzureißen
Brasiliens De-facto-Präsident Michel Temer hat nach dem vorläufigen Sturz der gewählten Präsidentin Dilma Rousseff eine "Regierung der nationalen Rettung" ausgerufen. Sein Kabinett lässt eine massive politische Zäsur erkennen. Brasilien wird in den kommenden 180 Tagen - solange ist Rousseff mindestens suspendiert - von alten, reichen, weißen und rechten Männern regiert. Die Massivität des politischen Bruchs erinnert an Argentinien unter Präsident Mauricio Macri. Und sie lässt erahnen, dass sich die neuen Machthaber nicht mit ihrer zeitlich begrenzten Macht zufriedengeben werden. ...
Harald Neuber, telepolis.de, 14.05.2016

[→] Hightech-Sicherheitszäune sind ein boomender Geschäftszweig 
Der Markt soll angeblich wegen zunehmender Gefahren stark wachsen, Israel ist als Pionier des Konzepts einer "gated nation" führend
Sicherheitszäune und Techniken, um ein Gebäude oder ein Gebiet oder gar ein ganzes Land zu schützen, stehen hoch im Kurs ...
Florian Rötzer, telepolis.de, 04.05.2016

[→] Frankreich: "Nuit debout"-Proteste, eine neue Opposition?
Zahlreiche Menschen folgen der Mobilisierung. Seit Tagen häufen sich polizeiliche Provokationen. Die Frage ist, ob sich die Banlieues der Bewegung anschließen ...
Bernard Schmid, telepolis.de, 16.04.2016 

[→] Brasiliens Präsidentin Dilma Rouseff : Hier die Panzerknacker, dort die Kalorienbombe
Immer bizarrere Züge nimmt die Spaltung der brasilianischen Gesellschaft an. Der Hintergrund ist die immer wahrscheinlicher werdende Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Roussef. ...
Wolfgang Kunath, augsburger-allgemeine.de, 15. April 2016

[→] Was uns mit TISA noch blüht
von Christoph Jehle, telepolis.de, 18.07.2014
Weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt, steckt in dem geplanten Vertrag weit mehr Sprengstoff als Chlorhähnchen bei TTIP.
Die USA werden hinsichtlich der dort geltenden Arbeitnehmerrechte häufig mit dem Ausdruck "hire and fire" in Verbindung gebracht. Im Rahmen der zunehmenden Globalisierung hat man dieses investorenfreundliche System weiter ausgebaut. ...

[→] Arm-Reich-Gefälle : Bettelarm und stinkreich Tür an Tür in Mexiko. In Mexiko-Stadt liegen Arm und Reich nah beieinander. Am besten kann man den Gegensatz aus der Luft betrachten. Der Hubschrauberpilot Oscar Ruiz tut das täglich. Ein Gespräch über unten und oben.
Von Sandra Weiss, welt.de, 10.06.2014

[→] ILO: Jeder vierte EU-Bürger leidet unter Sozialabbau. Soziale Sicherheit gilt als grundlegendes Menschenrecht. In der Europäischen Union steht es um sie immer schlechter. Das beklagt die Internationale Arbeitsorganisation in ihrem Weltbericht zur sozialen Sicherung. dw.de, 03.06.2014
→ s.a.: Düstere Aussichten: Soziale Sicherheit ist eine Utopie. rtl.de, 03.06.2014

[→] Weltarbeitsbericht: Arm trotz Arbeit. Die Mittelklasse wächst weltweit, aber in Entwicklungsländern arbeitet laut Weltarbeitsbericht immer noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter prekären Bedingungen. 1,5 Milliarden Menschen haben keine ausreichende soziale Absicherung.
spiegel.de, 27.05.2014

[→] Bericht der Internationalen Arbeitorganisation (ILO). Zwangsarbeit ist ein Milliardengeschäft. Offiziell ist Sklaverei längst abgeschafft. Doch bis heute müssen Millionen Zwangsarbeit verrichten. Unerkannt auf dem Bau, in Frondiensten als Hauspersonal oder - am lukrativsten - im Sexgewerbe. Mit Zwangsarbeit lassen sich Milliarden verdienen. Auch in Deutschland. rp-online.de, 20.05.2014
→ s.a.: Milliardenprofite aus Zwangsarbeit und Prostitution : 150 Milliarden Dollar - so viel Gewinn bringen Zwangsarbeit und Prostitution den Übeltätern. Die Vereinten Nationen sehen Millionen Menschen betroffen.
faz.net, 20.05.2014

[→] http://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung

[→] Wenn bestimmte Stadtbewohner unsichtbar werden.
Stadtumstrukturierung in den Großstädten bringt zunehmend die Verdrängung Armer und Großprojekte bis hin zur "Deurbanisierung". Dass Wohnraum in den Innenstädten knapp wird, hatten die großen Parteien bei ihrem letzten Wahlkampf zum Thema gemacht. Natürlich zählte dabei stark der Image-Faktor. Wie viel etwa aus dem SPD-Programm bezüglich Wohnpolitik umgesetzt oder bald verrauchen wird, bleibt offen. Nachdem aber der Kahlschlag mit Privatisierungen passiert ist, darf man sich nur auf kosmetische Veränderungen einstellen.
Birgit v. Criegern, telepolis.de, 01.11.2013. 

[→] Protest in Brasilien : Tränengas, Rauchbomben und Pfefferspray. "Wir sind aufgewacht", rufen Jugendliche auf den Straßen. Die Polizei reagiert mit Gewalt. zeit.de, 20.06.2013

[→] Kapitalismus: Eine Gespenstergeschichte (Teil1) von Arundhati Roy, blaetter.de, 7/2012.
→ s.a. engl. Originalfassung: Capitalism: A Ghost Story. Rockefeller to Mandela, Vedanta to Anna Hazare .... How long can the cardinals of corporate gospel buy up our protests? (Arundhati Roy)

[→] Kollaps, Brasilianisierung oder weltweite ökosoziale Marktwirtschaft. Interview mit dem Zukunftsforscher Franz-Josef Radermacher. telepolis.de, 18.09.2008

[→] Wir sind alle Brasilianer. Ulrich Beck und die Debatte um das Ende der Erwerbsarbeit. zeit.de, 25.03.1999

[→] Über die Brasilianisierung Indiens. telepolis, 15.06.1996

Samstag, 15. August 2015

Wir müssen reden ....

Nachdem die Möglichkeit, Flugzeuge und Autos fernzusteuern anscheinend alles andere als bloße Theorie zu sein scheint, ist es jetzt wohl an der Zeit, einige mysteriöse Flug- und Autounfälle noch einmal unter einem neuen Blickwinkel genauer zu betrachten ...




[→] (neu) Erneut Sicherheitslücken in Apps zur Auto-Steuerung entdeckt
Ein Sicherheitsexperte hat erneut Lücken in Apps aufgedeckt, mit denen Autobesitzer Funktionen ihres Wagens steuern. Er demonstrierte Schwachstellen in Apps der Hersteller BMW, Mercedes Benz und Chrysler. Der Sicherheitsforscher Samy Kamkar befasst sich mit Apps zur Remote-Steuerung - beispielsweise von Garagentoren, aber auch von Autos - und stößt dabei immer wieder auf Sicherheitsprobleme. Nun zeigte er, dass drei iOS-Apps zur Autosteuerung, nämlich BMW Remote, Mercedes-Benz mbrace und Chrysler's Uconnect für Hackerangriffe anfällig sind. ...
Dorothee Wiegand, heise Security, 15.08.2015

[→] Flugsicherheit : Hacker soll Kontrolle über Passagierflugzeug übernommen haben ...
sueddeutsche.de, 18.05.2015

[→] Sicherheitsforscher will über Bordelektronik Flugzeug gesteuert haben ...
zdnet.de, 18.05.2015

[→] FBI-Bericht: Hacker soll Kurs von Flugzeug manipuliert haben
Das FBI hält ihn für hochgefährlich: US-Hacker Chris Roberts soll nach eigenen Angaben die Kontrolle über ein Flugzeug erlangt haben - so steht es in einem Bericht der Beamten. Hersteller Boeing widerspricht, doch es bleiben Fragen offen. ...
spiegel.de, 17.05.2015

[→] Flugzeuge über Inflight-Wi-Fi kapern und fremdsteuern
Hacker könnten das Netzwerk in Flugzeugen als Einfallstor nutzen und die Kontrolle über die gesamte elektronische Steuerung erlangen. Dabei sei auch ein Übergriff vom Boden aus vorstellbar.
Die Sicherheitssysteme von Flugzeugen seien nicht genügend gegenüber Cyber-Angriffen gewappnet und im schlimmsten Fall könnten Hacker die Kontrolle über ein Flugzeug erlangen. Die US-Bundesluftfahrtbehörde sehe die Bedrohung aber nur im Ansatz und wisse nicht so recht, wo vor sie sich eigentlich schützen soll. Ein Report des US Government Accountability Office (GAO) analysiert den Status Quo der Sicherheit des Luftverkehrs vor Cyber-Attacken und zeigt verschiedene Angriffszenarien auf. ...
heise.de, 16.04.2015

Montag, 3. August 2015

Wen oder was schützt der sog. "Verfassungs'schutz'"?

Die Verfassung? Die Machtverhältnisse? Die Macht der Macht-Eliten? Den Einfluß der Geld-Eliten? Private Interessen? Den Status quo? ...

[→] http://blauerbote.com/?s=verfassungsschutz

[→] https://netzpolitik.org/?s=verfassungsschutz

[→] http://blog.fefe.de/?q=verfassungsschutz




[→] (neu) Amri-Ausschuss: Kapitulation vor dem Verfassungsschutz?
Im Abgeordnetenhaus von Berlin verweigert die Vizechefin des Amtes mehr Antworten, als sie gibt - und im Bundestag sitzt ein Vertreter des Justizministeriums im Ausschuss, obwohl er eigentlich ein Zeuge ist ...
Thomas Moser, heise.de, 12. August 2019

[→] Lübcke-Mord mit NSU-Verbindung
blauerbote.com, 28. Juni 2019

[→] Wie eine rot-rot-grüne Regierung Polizeispitzel schützt und einen NSU-Untersuchungsausschuss sabotiert
Thüringen: Mit Tricks und Winkelzügen hindert das Innenministerium das Parlament an der Aufklärung - Gutachten über V-Leute ohne Wert
Thomas Moser, heise.de, 27.05.2019

[→] Amri : Welche Rolle spielt das Bundesamt für Verfassungsschutz?
Die Wahrheit müsst Ihr selber finden, wir helfen Euch nicht. Nach diesem Motto scheinen sich die Sicherheitsbehörden gegenüber den Parlamenten zu verhalten. Die Aufklärung der Hintergründe des Anschlages vom Breitscheidplatz mit zwölf Toten und Dutzenden Verletzten gleicht einem Puzzle- und Versteckspiel. Doch die Regeln bestimmt die Exekutive. Dazu zählt, immer wieder Fragen nur in nicht-öffentlicher Sitzung zu beantworten. Jedes Detail muss den Sicherheitsbehörden abgerungen werden. Damit dokumentieren sie allerdings zwangsläufig, dass sie Teil des Skandals sind. ...
Thomas Moser, heise.de, 25. März 2019

[→] Das Problem Verfassungsschutz hat eine lange Geschichte
Der Verfassungsschutz hat eine lange Tradition, rechte Gewalt zu vertuschen und zu verharmlosen. Doch das Problem sind nicht die vielen Skandale, sondern der Geheimdienst selbst. Er dient nicht dem Schutz der Demokratie, sondern der Überwachung politischer Gegner, der Steuerung von antidemokratischen Szenen und dem Erhalt und Ausbau des eigenen Einflusses. ...
Sebastian Wehrhahn, Martina Renner, netzpolitik.org, 18.03.2019

[→] Abschiebung von Amri-Freund „Darstellung Seehofers ist schlicht falsch“
Hätte Amri-Kumpel Ben Ammar so schnell abgeschoben werden müssen? Der Innenminister sagt: Ging nicht anders. Doch ein Haftbefehl lässt die Opposition zweifeln.
Er stellte in einer Flüchtlingsunterkunft IS-Hinrichtungen nach. Hielt sich zur Zeit des Nizza-Anschlags in Frankreich auf. Und hat womöglich für den marokkanischen Geheimdienst gespitzelt. Es waren beunruhigende Meldungen, die im Februar zu Bilel Ben Ammar, dem Freund des Attentäters Anis Amri, über den Ticker gingen. Doch vor allem eine Frage stand erneut im Mittelpunkt: Warum wurde Ben Ammar nur anderthalb Monate nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz nach Tunesien abgeschoben? Zu einem Zeitpunkt, als offiziell noch wegen möglicher Beteiligung an der Tat gegen ihn ermittelt wurde? ...
Maria Fiedler, tagesspiegel.de, 14.03.2019

[→] Amri und Ben Ammar : Terror-Zwillinge mit Geheimdienstkontakt?
Enthüllungen zum Weihnachtsmarkt-Anschlag: War ein Komplize Amris bei der Tat dabei? War er zugleich Agent Marokkos? Und wussten deutsche Behörden davon?
Die Nachricht schlug bei den Opfern und Angehörigen des Anschlages vom Breitscheidplatz ein wie eine Bombe: Bilel Ben Ammar soll, wenn der Bericht des Magazins Focus stimmt, nicht nur bei der Tat am 19. Dezember 2016 dabei gewesen sein, sondern obendrein für einen marokkanischen Geheimdienst gearbeitet haben.
Ben Ammar und Anis Amri gehören zusammen wie Zwillinge. Damit wird nicht nur der Vorgang brisanter, dass Ben Ammar wenige Wochen nach dem Anschlag ohne Not aus der Untersuchungshaft abgeschoben wurde. Zugleich rückt auch die Frage näher, ob selbst der mutmaßliche Haupttäter Amri ebenfalls im Dienst eines Geheimdienstes stand. ...
Thomas Moser, heise.de, 24. Februar 2019

[→] Überwachung : BKA testet die europaweite Vernetzung von Polizeiakten
Auf dem Weg in einen europäischen Überwachungsstaat?
Seit Jahren wird über die Einführung eines europäischen Polizeiregisterinformationssystems diskutiert. Darüber könnten Behörden polizeiliche Ermittlungsakten in anderen Ländern abfragen. Unter Beteiligung des BKA werden Tests durchgeführt, die den Bedingungen eines „potenziellen Echtbetriebes“ entsprechen sollen. ...
Matthias Monroy, 25.01.2019

[→] "Secret first"
Verfassungsschutz wirbt bei den Anschlagsopfern vom Breitscheidplatz um Verständnis für sich
Man könnte es auch ehrlich nennen. Zur selben Zeit, als im Bundestag ein Referatsleiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) vom Amri-Untersuchungsausschuss nur hinter verschlossenen Türen befragt werden durfte, ohne Publikum, warb ein Vorgesetzter des Geheimdienstbeamten gegenüber Opfern und Hinterbliebenen des Anschlages vom Breitscheidplatz um Verständnis dafür, dass der Dienst nicht alles offenlegen könne, was er wisse. Vor allem aber habe er nichts falsch gemacht. ...
Thomas Moser, heise.de, 22. Januar 2019

[→] Der tiefe Staat des George H. W. Bush
Reagans Vizepräsident betrieb einen Schattengeheimdienst
Einen Monat nach dem Tod des 41. Präsidenten der USA wartet der legendäre Investigativjournalist Seymour Hersh mit brisanten Enthüllungen über George Herbert Walker Bush auf. Hersh, der 1970 mit dem Pulitzerpreis bedacht wurde, war einst in der Watergate-Affäre maßgeblich an der Demontage von Richard Nixon beteiligt und macht seither US-Präsidenten das Leben schwer.
Wie Hersh nunmehr von überwiegend nicht genannten Quellen zugetragen wurde, installierte Bush als Vizepräsident pragmatisch einen Schattengeheimdienst, der diskret nasse Sachen wie politischen Mord erledigte. Mit seinem verborgenen Netzwerk hinterging Bush seinen Präsidenten, die CIA und das Pentagon - sowie jegliche Kontrolle. ...
Markus Kompa, heise.de, 22. Januar 2019

[→] Warum wurde Anis Amri im Sommer 2016 nicht in Haft genommen?
Der mutmaßliche spätere Attentäter vom Breitscheidplatz war als Krimineller fest im Fokus der Strafverfolgungsbehörden. Trotzdem ließ man in weiter laufen
Spätestens im August 2016 hätte der Tunesier Anis Amri in Berlin in Haft genommen werden müssen. Er war zuvor an einem versuchten Tötungsdelikt beteiligt. Doch die Staatsanwaltschaft entschied, ihn laufen zu lassen. Warum, ist bisher unklar. Dieser Sachverhalt ist eines der Ergebnisse von zwei Jahren politischer Aufklärung nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin vom 19. Dezember 2016. Mutmaßlich Amri steuerte an jenem Tag einen Lastwagen auf den Breitscheidplatz, tötete zwölf Menschen und verletzte Dutzende. ...
Thomas Moser, heise.de, 10. Januar 2019


[→] NSU-Ausschuss: Aktenzeichen Polizistenmord Heilbronn ungelöst
Wer waren die Täter und wie war es tatsächlich? Die Auseinandersetzung um die Tat geht weiter. Neonazi-Größe aus Baden-Württemberg eine V-Person? ...
Thomas Moser, telepolis.de, 22.10.2016

[→] Überwachungspraktiken des BND: Selbst legalisiert verstoßen sie gegen die Verfassung
Verglichen mit den Erkenntnissen aus dem NSA-Untersuchungsausschuss fällt beim geplanten BND-Gesetz auf: Bislang illegale Aktivitäten und fragwürdige Rechtsauffassungen des BND sollen legalisiert werden – als wären Untersuchungsausschuss und verfassungsrechtliche Bedenken nie gewesen. ...
Anna Biselli, netzpolitik.org, 20. Oktober 2016

[→] NSU-Ausschuss deckt auf: Vorsätzliche Aktenvernichtungen beim Bundesverfassungsschutz
Bundesanwaltschaft weiß Bescheid und unternimmt nichts
Die Aktenvernichtungen im Bundesamt für Verfassungsschutz nach dem Auffliegen des NSU-Trios im November 2011 geschahen vorsätzlich und nicht wie bisher kolportiert aus Versehen. Für diese Feststellung präsentierte der Untersuchungsausschuss des Bundestages bei seiner letzten Sitzung am Freitag Belege. Die Bundesanwaltschaft kennt den Sachverhalt seit mindestens zwei Jahren und unternahm nichts. ...
Thomas Moser, telepolis.de, 01.10.2016
→ s.a.: NSU-Ausschuss : „Das ist eine völlig neue Qualität des Skandals“
Stefan Aust u. Dirk Laabs, welt.de, 30.09.2016  

[→] Videoüberwachung: Die NSA schaut durch die Hintertür zu
Überwachungstechnik, die auch am Frankfurter Flughafen verbaut ist, ermöglicht es der NSA, heimlich zuzusehen. Der BND wusste seit Jahren davon – und schwieg. ...
Christian Bergmann, Christian Fuchs und Marcus Weller, zeit.de, 27. September 2016

[→] ARD: Wie Edward Snowden zum russischen Spion gemacht wird
Die gemeinsame Denunziation von Edward Snowden als vermeintlichen russischen Agenten durch unseren Verfassungsschutz und die Bild-Zeitung wirkt wie eine Kampagne. Das ARD-Politikmagazin FAKT berichtete jetzt darüber - der Online-Chef der „Bild“ nennt den sehenswerten ARD-Beitrag russische Desinformation. ...
Markus Beckedahl, netzpolitik.org, 11. August 2016

[→] Verfassungsschutz: Handy von V-Mann "Corelli" lagerte jahrelang in Safe
Zwei Jahre nach dem Tod des rechtsextremen Geheimdienst-Informanten Thomas R. alias "Corelli" gerät das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) erneut in Erklärungsnot. Nach SPIEGEL-Informationen geht es um ein Mobiltelefon "Corellis", das der Geheimdienst offenbar jahrelang unter Verschluss hielt und erst jetzt dem Bundeskriminalamt (BKA) zur Auswertung übergab. ...
spiegel.de, 11.05.2016


[→] Geheimdienstkontrolleure: BND hat gegen Recht und Auftrag verstoßen
Der BND hat - entgegen der Vorschriften - Ziele in EU- und Nato-Staaten ausgeforscht. Zu dem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Geheimdienst-Kontrollgremiums. Die Empörung ist groß. ...
heise.de, 17.12.2015

[→] Landesverrat : Offene Widersprüche im "netzpolitik.org"-Verfahren
Sowohl der Generalbundesanwalt als auch der Verfassungsschutz verteidigen ihr Vorgehen im Fall "netzpolitik.org". In Bezug auf die Strafanzeige gibt es Ungereimtheiten. ...
zeit.de, 03.08.2015

[→] Verfassungsschutz gegen Netzpolitik.org : Kein Platz für freiheitliches Denken
Das eigentliche Problem der Landesverrats-Affäre ist der Verfassungsschutz. Wenn eine Bundesbehörde Strafanzeigen gegen Journalisten verschickt, um sich selbst zu schützen, steckt dahinter ein gefährliches Missverständnis. ...
Heribert Prantl, sueddeutsche.de, 3. August 2015

[→] A Most Wanted Man - oder doch nicht?
Warum der Verfassungsschutz in Wirklichkeit netzpolitik.org angezeigt hat.
Markus Kompa, telepolis.de, 01.08.2015 


→ s.a. hier im Blog: Die Misère der Massenüberwachung - miserere! [update]



Montag, 25. Mai 2015

Realität

"... ich ging von falschen Prämissen aus, und man kommt immer zu unlogischen Schlussfolgerungen, wenn die Prämissen nicht stimmen. Man muss im Leben wie in der Wissenschaft immer seine Grundannahmen überprüfen.
...
Was ich sagen will, ist, dass allgemein akzeptiertes Denken nicht unbedingt etwas mit Rationalität zu tun haben muss. Die Realität ist immer eine Art von Fiktion, der alle zustimmen. ..." (John Nash, 1928 - 2015)

→  John Nash im Sonntagsinterview; "Einstein sagte zu mir: Du musst noch viel lernen", tagesspiegel.de, 24.02.2013

 

Freitag, 6. März 2015

„I would prefer not to ...“ (update)

Wieviel Leid und Elend könnten vermieden werden, wenn es mehr Menschen wie Bartleby (Hermann Melville, Bartleby der Schreiber) gäbe, und die einfach immer mal wieder sagen: Ich möchte lieber nicht (mehr mitmachen)“ ...


→ gefunden unter: West ART Talk - Deine Arbeit, Dein Leben! - Mehr als nur Broterwerb: Sendung vom 07.09.2014
Jenseits des Broterwerbs bedeutet Arbeit für viele Selbstverwirklichung und Sinnstiftung. Andere dagegen verbinden mit ihr Leistungsdruck und Stress. In Anlehnung an das WDR-Mitmach-Projekt "Deine Arbeit, Dein Leben!" nimmt West ART Talk die Arbeitswelt unter die Lupe. ... (Stream)

→ s.a.: Haus Bartleby - Zentrum für Karriere-Verweigerung, Berlin


Weblinks
  • (neu) Demokratie : Die neuen Neinsager
    Warum Herman Melvilles Figur Bartleby jetzt wiederentdeckt und Politik-Verweigerung betrieben wird. ...
    Thomas Assheuer, DIE ZEIT Nº 39/2013, 21.09.2013



Mittwoch, 7. Januar 2015

Die Grenzen meiner Denkungsart bedeuten die Grenzen meiner Welt (*)

Ist es wirklich verwunderlich, daß in einer Welt, in der alles menschliche Denken unter dem Vorbehalt des "Satzes vom ausgeschlossenen Dritten" steht, es am Ende nur noch "an" oder "aus" gibt?
  • "0" oder "1"
  •  "leave" oder "remain"
  • "schwarz" oder "weiß"
  • "ja" oder "nein"
  • "drinnen" oder "draußen"
  • "ost" oder "west" 
  • "gut" oder "böse"
  • "dumm" oder "schlau"
  • "arm" oder "reich"
  • "gesund" oder "krank"
  • "feiger Terror" oder "tapferer Drohnenmord"
  • "frei" oder "unfrei"
  • "faul" oder "fleißig" 
  • "gläubig" oder "ungläubig"
  • "Freund" oder "Feind" 
  • "Himmel" oder "Hölle"
  • "Unterdrückte" oder "Unterdrücker"
  • "Wir" oder "Ihr"
  • "Krieg" oder "Frieden"
  • "Leben" oder "Tod"
  • ...
  • "entweder - oder"
  • "alternativlos"

tertium non datur ...




*) Die Überschrift ist eine Variation von Ludwig Wittgenseins „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“. (Tractatus 5.6)