Freitag, 9. Dezember 2016

Postfaktisch

ist jetzt also das Wort des Jahres 2016.

In der Begründung der Jury heißt es: "Das Kunstwort postfaktisch, eine Lehnübertragung des amerikanisch-englischen post truth, verweist darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht. Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren. Nicht der Anspruch auf Wahrheit, sondern das Aussprechen der »gefühlten Wahrheit« führt im »postfaktischen Zeitalter« zum Erfolg" ...

Wenn ich so darüber nachdenke, könnte "postfaktisch" eigentlich auch um 1926 schon das "Wort des Jahres" gewesen sein. Begannen nicht zu jener Zeit auch immer mehr wütende Menschen auf die Straße zu gehen und ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen? ...




[→] http://gfds.de/wort-des-jahres-2016/

[→] "Postfaktisch" ist Wort des Jahres 2016
Gesellschaft für deutsche Sprache möchte Blick auf "tiefgreifenden politischen Wandel" lenken
Nun bekommt der Begriff "postfaktisch" (Postfaktisches Zeitalter) auch noch seinen Segen von "hoher Stelle": Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hat den Begriff "postfaktisch" zum Wort des Jahres 2016 gewählt. ...
Marcus Klöckner, telepolis.de, 09. Dezember 2016

[→] Wikipedia: 1926

[→] Wikipedia : Weimarer Republik#Labiles_politisches_System

[→] s.a. hier im Blog : Postfaktische FakeNews? Informationskrieg?



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