Dienstag, 19. Juni 2018

Heute ist der 6. Jahrestag von Julian Assanges Quasi-Inhaftierung

[→] (neu) Rettet Julian Assange!
Die Verfolgung von Julian Assange muss ein Ende haben.
Es ist ein bedrückender Jahrestag: Am 19. Juni war es sechs Jahre her, dass der australische Programmierer, Autor und prominentester WikiLeaks-Aktivist Julian Assange Zuflucht in der Londoner Botschaft von Ecuador genommen hat. Seit sechs Jahren lebt er dort in einfachen Bürozimmern. Er kann das Haus nicht verlassen, weil ihm sonst die Auslieferung in die USA und damit möglicherweise die Todesstrafe wegen Geheimnisverrats droht. Assange hat sich mit den Mächtigen der Welt, insbesondere der US-Regierung angelegt. Über Jahre hinweg veröffentlichte WikiLeaks geheimes Material zu den Kriegen gegen Afghanistan und den Irak. Darin dokumentiert sind nicht nur Kriegsverbrechen und das Betreiben des Gefangenenlagers von Guantanamo Bay, sondern auch die systematische Unterstützung von Extremisten durch die CIA. Auch Hillary Clinton ist auf Assange nicht gut zu sprechen, schließlich brachte WikiLeaks ihre Wahlkampf-Tricksereien gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders ans Licht und enthüllte, dass ihre Stiftung von saudi-arabischen Spendengeldern in Millionenhöhe profitierte. Der renommierte australische Investigativjournalist John Pilger fordert: Julian Assange muss endlich freikommen.
John Pilger, rubikon.news, 06. Juli 2018

[→] Julian Assange sechs Jahre in Botschaft von Ecuador in London
Linke fordert Freilassung des Aktivisten und verweist auf Drohungen aus dem USA
Die Linke hat am sechsten Jahrestag des Botschaftsasyls von WikiLeaks-Gründer Julian Assange am Dienstag die Freilassung des Internetaktivisten und Publizisten gefordert. Der Gesundheitszustand des 46-Jährigen biete Anlass zu zunehmender Sorge, schrieb die Vizevorsitzende der Linksfraktion, Heike Hänsel: "Sechs Jahre De-facto-Gefangenschaft in engen Räumen der ecuadorianischen Botschaft in London, ohne Ausgang und getrennt von seiner Familie sind eine empörende Verletzung der Menschenrechte mitten in Europa." ...
Christian Kliver, telepolis.de, 20. Juni 2018

[→] Das Netz um Julian Assange zieht sich zu – Der Wikileaks-Gründer braucht jetzt Solidarität
Seit sechs Jahren muss Julian Assange nun in der Londoner Botschaft Ecuadors ausharren, um sich einer instrumentalisierten und politischen Strafverfolgung durch Großbritannien, Schweden und die USA zu entziehen. Ecuador hat den Wikileaks-Gründer auf mutmaßlich massiven Druck der USA nun isoliert und drängt ihn angeblich zum freiwilligen Verlassen der Botschaft. Da diese Vorgänge bislang schweigend hingenommen wurden, haben Unterstützer nun zu Aktionen der Solidarität aufgerufen. Die NachDenkSeiten schließen sich diesen Aufrufen an.
Tobias Riegel, nachdenkseiten.de, 15. Juni 2018

[→] The Eerie Silence Surrounding the Assange Case
Julian Assange remains cut off from the world in Ecuador’s London embassy, shut off from friends, relatives and thousands of supporters, leaving him unable to do his crucial work, as John Pilger discusses with Dennis J. Bernstein.
June 9, 2018 - consortiumnews.com
dt. Übersetzung siehe: Interview mit John Pilger – Die schändliche Verfolgung von Julian Assange, Dennis J. Bernstein im Gespräch mit John Pilger, linkezeitung.de, 20. Juni 2018

[→] Wikipedia : Julian Assange

[→] Wikipedia : WikiLeaks

[→] https://wikileaks.org


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Interview mit John Pilger – Die schändliche Verfolgung von Julian Assange
Julian Assange bleibt in der Londoner Botschaft Ecuadors von der Welt abgeschnitten, von Freunden, Verwandten und Tausenden von Unterstützern abgeschottet, so dass er seinen wichtigen Aufgaben nicht nachkommen kann. John Pilger diskutiert dies mit Dennis J. Bernstein.
In einer kürzlichen Kommunikation zwischen Randy Credico, einem Assange-Anhänger, Comic- und Radioproduzenten, und Adam Schiff, dem ranghöchsten Mitglied des House Judiciary Committee, wurde Assanges Angst vor Verhaftung und Auslieferung in die USA durch den Anführer des Russlandgate-Amoklaufs bestätigt.
Credico erhielt die folgende Antwort von Schiff, nachdem er den Stab des Kongressabgeordneten getroffen hatte, in dem Credico versuchte, Assange mit Schiff zu verbinden: Unser Komitee wäre bereit, Assange zu interviewen, wenn er sich in U.S. Gewahrsam befindet und nicht vorher.
Dennis Bernstein sprach am 29. Mai mit John Pilger, einem engen Freund und Unterstützer von Assange. Das Interview begann mit der Erklärung, die Bernstein für Pilger am vergangenen Wochenende auf dem Left Forum in New York auf einem Assange gewidmeten Panel mit dem Titel „Russia-gate and WikiLeaks“ abgegeben hat. ...
John Pilger, Dennis J. Bernstein, linkezeitung.de, 20. Juni 2018
 

Anonym hat gesagt…

Wie FBI-Chef Comey einen Deal zwischen der US-Regierung und Julian Assange zum Platzen brachte
Bereits der Horowitz-Report des US-Justizministeriums kritisierte Ex-FBI-Chef James Comeys Wirken in Hillary Clintons E-Mail-Fall. Nun tauchen Fragen zu Comeys Rolle beim Scheitern eines Deals zwischen der US-Regierung und WikiLeaks-Gründer Julian Assange auf. ...
deutsch.rt.com, 16.07.2018
 

"L.L." hat gesagt…

Ecuador will Julian Assange aus der Londoner Botschaft werfen
Seit sechs Jahren ist der Wikileaks-Aktivist Julian Assange nun in der ecuadorianischen Botschaft in London zuhause. Nun naht das Ende des Asyls.
Julian Assange, der Gründer von Wikileaks, hält sich seit mehr als sechs Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Dort hatte er politisches Asyl gesucht, nachdem er befürchtete, von der britischen Regierung wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs nach Schweden ausgeliefert zu werden. Nun aber will die ecuadorianische Regierung ihn wohl loswerden. ...
Lutz Labs, heise.de, 22.07.2018